Im Omacafé am Nord-Oststee-Kanal

Huhu.

Wie ein Phantom hat er sich verkrümelt. Aber ich komme wieder.

Manchmal habe ich zu viele Dinge auf einmal im Kopf, dann muss ich mich sammeln.

Schon bald ist das Sammeln vorüber.

Nina Proll

In Österreich gibt mehr anarchistische Künstler mit einem dreckigen Maul als in der BRD.

Die hier ist super 🙂

„Wohin wird der Sicherheitswahn führen?“

Diese Arte-Dokumentation möchte ich sehr empfehlen, man kann sie noch bis zum 19. Juni 2020 anschauen:

„Überwacht: Sieben Milliarden im Visier.“

Ich wollte schon länger etwas darüber schreiben, aber ich kam nicht dazu.

Jetzt gehe ich eine Woche auf Reisen und werde es danach machen, ich habe mir die entscheidenden Passagen teilweise wortwörtlich notiert.


Die Magie der Demokratie

Wenn ein Thema zehntausend mal in den Medien durchgenudelt wurde und das mit 90prozentiger Gleichförmigkeit, dann lassen sich die Leser sehr leicht mit Überschriften in eine Richtung lenken, die entsprechend der Gleichförmigkeit die richtige ist.

Das funktioniert auch dann, wenn sich die Überschrift mit dem Inhalt beißt. Den geistig Präparierten wird das kaum auffallen.

Es ist eine subtile Interaktion zwischen Medium und Leser, die sich an vielen Themen aufzeigen lässt, vor allem aus dem Bereich der Sicherheit (Terrorismus, Krieg, Seuchen etc.).

Aus aktuellem Anlass nehme ich ein Beispiel aus der berühmt-berüchtigten Corona-Krise.

Ich beschränke mich in diesem Beitrag auf einen einzigen Artikel, ich überprüfe nicht, ob der Inhalt stimmt und vergleiche ihn auch nicht mit anderen Artikeln.

Es geht um textimmanente Kritik, wie der Franzose sagt.

Legen wir los. Das Nachrichtenportal t-online bringt folgende Überschrift:

„Drei Maßnahmen könnten besonders vor Corona schützen.“

Maßnehmen ist bei allen Maßnahmen sehr wichtig.

Halten wir kurz inne: Wie wirkt das auf uns? Welcher Satzteil hat die größte Wirkung?

Bei mir zumindest waren es die letzten drei Worte: „…besonders vor Corona schützen.“

Ob wir es wollen oder nicht: Wir sind durch das Corona-Medienbombardement so konditioniert, dass wir Angst vor diesem Virus haben müssen, obwohl die meisten Menschen, die ich kenne, das nicht zugeben wollen.

Sie sagen, sie seien „vorsichtig“.

Na gut, dann sind wir eben vorsichtig. Egal wie: Wer vorsichtig ist oder Angst hat, der wird nach Schutz suchen und wenn ihm der angeboten wird, nimmt er ihn gerne an.

Also noch mal die Überschrift:

„Drei Maßnahmen könnten besonders vor Corona schützen.“

Es gibt scheinbar nicht nur eine, sondern gleich drei Maßnahmen, die „besonders“ vor Corona „schützen“.

Das ist ein gutes Angebot, da greife ich zu.

Die Beweislage ist moderat beschissen

Das entscheidende Wort ist aber könnte, wie wir gleich sehen werden. Es geht in diesem Satz allerdings unter. Wer will schon „könnte“ hören, wenn er nach Sicherheit sucht?

Der fett gedruckte Hinleitungsteil bestätigt die Überschrift:

„Kanadische Forscher haben Dutzende Studien zu Coronaviren ausgewertet. Demnach gibt es zum Schutz vor Ansteckung drei wichtige Verhaltensregeln. Die Erkenntnisse sollen den Behörden weltweit helfen.“

Es gibt also „wichtige“ Verhaltensregeln, die weltweit helfen sollen, ein weiteres Corona-Desaster zu vermeiden.

Wer will wem helfen? Hier steht´s:

„Ziel der Metaanalyse, so die Mediziner, sei gewesen, den bestmöglichen Einsatz verschiedener Schutzmaßnahmen zu überprüfen, um daraus eine Grundlage für Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO zu schaffen, welche die Studie zum Teil auch finanzierte. Dies sei umso wichtiger, da es weltweit unterschiedliche und teils auch widersprüchliche Empfehlungen gebe.“

Hier sind die drei wichtigen Verhaltensregln, die uns laut WHO vor Corona schützen könnten und alle Widersprüchligkeiten beseitigen sollen (Hervorhebungen sind von mir):

  • Ein Abstand von einem Meter oder mehr ist mit einem wesentlich geringeren Infektionsrisiko verbunden, als wenn eine kleinere Distanz gewahrt wird (2,6 Prozent versus 12,8 Prozent Infektionsrisiko). Jeder weitere Meter Abstand, bis zu drei Meter, könnte dieses Risiko weiter halbieren, wobei die Autoren die Beweislage für diese Aussage als „moderat“ beschreiben.
  • Visiere, Schutzbrillen und Brillen im Allgemeinen scheinen das Risiko ebenfalls zu senken (5,5 Prozent versus 16 Prozent Infektionsrisiko). Hier sei die Beweislage allerdings eher „gering“, so die Autoren. Es gibt die Annahme, dass das Auge ein möglicher Eintrittsort für das Virus sein kann.
  • Ein ähnliches Resultat zeigt sich bei den Effekten von Gesichtsmasken (3,1 Prozent versus 17,4 Prozent Infektionsrisiko). Auch hier bewerten die Autoren die Beweissicherheit allerdings insgesamt als eher „niedrig“.

Klingt sehr überzeugend für mich: Bei moderater, geringer und niedriger Beweislage werde ich diese Maßnahmren natürlich mit Begeisterung umsetzen, denn das ist mir in der Überschrift nahegelegt worden, außerdem beruft sich der Text auf die WHO, die maßgebliche Instanz, wenn es um die weltweite Gesundheit geht.

Zur Absicherung weisen die Autoren der Studie daraufhin, dass diese „klaren Regelungen“ nicht leicht umzusetzen seien:

„Die Mediziner hoffen, dass ihre Ergebnisse von Regierungen und Verantwortlichen der Gesundheitssysteme genutzt werden, um klare Regelungen und Empfehlungen zu formulieren. Allerdings sollte dabei immer auch berücksichtigt werden, wie akzeptabel, machbar, ressourcenintensiv und zugänglich all diese Maßnahmen seien.“

Sie wollen damit sagen: Diese Maßnahmen sind nicht wirklich akzeptabel, sie sind ressourcenintensiv, kaum machbar und auch nicht für jedermann zugänglich – abgesehen davon, dass die Beweissicherheit für ihre Wirksamkeit maximal „moderat“ ist.

Mit anderen Worten: Wir sind alle informiert und gewarnt worden, dass all das helfen könnte, aber keinesfalls muss.

Eine Überflutungswelle trifft die Medien

Wer diese Regeln trotzdem umsetzt, macht es freiwillig und aus eigenen Stücken, er ist nicht das Opfer einer weltweiten Verschwörung verdeckter Eliten, die ihm irgendetwas aufzwingen wollen.

Es ist alles freiwillig!

Aber wenn es um den Schutz vor Tod und Teufel geht, verliert der Mensch den Verstand, was er gar nicht gerne zugibt und deswegen seine Angst als Vorsicht deklariert, was heißen soll: „Ich habe alles unter Kontrolle.“

Deswegen muss dem Menschen immer wieder eingebläut werden, in welch großer Gefahr er sich befindet.

Erst dann ist er bereit, aus voller Überzeugung die widersprüchlichsten Maßnahmen über sich ergehen zu lassen und sie bestenfalls sogar einzufordern.

So funktioniert Demokratie: Alles passiert möglichst ohne Zwang, letztlich entscheidet der Souverän – also das Volk – , wo es langgeht.

Im Oktober 2019 fand das Exercise 201 statt, eine groß angelegte Übung, bei der eine Virus-Pandemie simuliert wurde.

Organisatoren waren das Johns Hopkins Center for Health Security, das World Economic Forum und die Bill & Melinda Gates Foundation.

Um die kommende Pandemie in den Griff zu bekommen, so der Ratschlag der vollkommen selbstlosen Organisatoren, müsse es eine bessere Koordination von staatlichen und privaten Institutionen geben.

Unter Punkt 7 geht es um Informationspolitik. Dort heißt es:

„Governments will need to partner with traditional and social media companies to research and develop nimble approaches to countering misinformation. This will require developing the ability to flood media with fast, accurate, and consistent information.“

Das bedeutet: Regierungen müssten gemeinsam mit traditionellen und sozialen Medien Untersuchungen in Auftrag geben, um herauszufinden, wie in Pandemie-Zeiten besonders geschickt die Verbreitung von „Falschinformationen“ verhindert werden könne.

Dazu gehöre es, die Fähigkeit zu entwickeln, Medien mit genauen und einheitlichen Informationen (consistent information) zu „überfluten“.

Genau das ist in den vergangenen Monaten passiert. Bei mir hat es prima gewirkt.

Nach 30 Fachsemestern war er so doof wie am Anfang.

Um einen berühmten Nörgler zu zitieren:

„Wenn ein Thema zehntausend mal in den Medien durchgenudelt wurde und das mit 90prozentiger Gleichförmigkeit, dann lassen sich die Leser sehr leicht mit Überschriften in eine Richtung lenken, die entsprechend der Gleichförmigkeit die richtige ist.

Das funktioniert auch dann, wenn sich die Überschrift mit dem Inhalt beißt. Den geistig Präparierten wird das kaum auffallen.“

It´s magic.

Es ist die Magie der Demokratie, in der alles freiwillig abläuft, mit freundlicher Unterstützung von Bill Online und Melinda T.


Weißer Phosphor und abgereichertes Uran

Heute möchte ich euch einen Kriegsverbrecher und Psychopathen vorstellen, der sich sehr um die amerikanische Verfassung sorgt und deswegen die gegenwärtigen Demonstrationen unterstützt.

Sein Name ist James „Mad Dog“ Mattis, früher Genral bei den Marines und von 2017 bis 2019 Verteidigungsminister der US of A.

Was ist das wichtigste Charakteristikum eines Psychopathen?

Er hat keinerlei Gewissen, es macht ihm Spaß, andere Menschen zu peinigen und sogar zu töten, in unvorsichtigen Momenten prahlt er damit.

Weil er kein Gewissen hat, kann er auch kein schlechtes Gewissen haben. So einfach ist das.

Schauen wir uns den „verrückten Hund“ Jamis Mattis etwas genauer an.

Das hier ist ein Zitat von 2003 oder 2004, er spricht vor 200 Marines im Irak:

“The first time you blow someone away is not an insignificant event… That said, there are some assholes in the world that just need to be shot.

There are hunters and there are victims.

By your discipline, cunning, obedience and alertness, you will decide if you are a hunter or a victim. It’s really a hell of a lot of fun. You’re gonna have a blast out here!”

Er sagt, wenn man das erste mal jemanden über die Wupper schickt, ginge das nicht spurlos an einem vorbei.

Aber es gebe nunmal Arschlöcher auf der Welt, die erschossen werden müssten (sollte das stimmen, stünde er ganz oben auf meiner Arschlochliste).

Es gebe Jäger und Opfer, die Marines müssten selber entscheiden, wer sie sein wollten. Es mache richtig Spaß, als Jäger seine Opfer zu jagen, „ihr werdet eine super Zeit haben“.

Das zweite Zitat stammt aus dem Jahre 2005, er spricht über seine Erfahrungen in Afghanistan und dem Irak:

„Actually it’s quite fun to fight them, you know. It’s a hell of a hoot… It’s fun to shoot some people. I’ll be right up there with you. I like brawling.

You go into Afghanistan, you got guys who slap women around for five years because they didn’t wear a veil… You know, guys like that ain’t got no manhood left anyway. So it’s a hell of a lot of fun to shoot them.“

Er sagt, es mache unheimlich Spaß, Afghanen und Iraker zu bekämpfen, es sei eine Riesengaudi.

Es mache Spaß, bestimmte Menschen zu erschießen. In Afghanistan würde es Männer geben, die ihre Frauen Jahre lang schlagen würden, weil sie kein Kopftuch trügen.

Das seien doch keine richtigen Männer, deswegen sei es unheimlich spaßig, sie zu erschießen.

Solche Typen werden in den USA Verteidigungsminister

Was bedeutete es für die Menschen im Irak, dass so ein Psychopath für sie zuständig war?

Der Hund Mattis wurde zwei mal beuaftragt, die Aufständischen in der irakischen Stadt Fallujah für ihren Widerstand gegen die geheiligten amerikanischen Truppen zu bestrafen.

Er setzte dabei weißen Phosphor ein, der bei Kontakt mit der Haut bis ihn die Knochen vordringt, ohne dass man etwas dagegen machen könnte.

Der Journalist Dahr Jamail, der damals am Ort des Geschehens war, schreibt dazu:

„The use of white phosphorus was a violation of international law, given that it was unleashed in the city during a time when the Pentagon itself admitted to at least 50,000 civilians still being present.“

Es sei ein Völkerrechtsbruch, weißen Phosphor einzusetzen, weil sich zu jener Zeit nach Angaben des Pentagon noch 50.000 Zivilisten in der Stadt aufhielten.

Außerdem ließ dieser Hund Munition aus abgereichertem Uran verschießen.

Seitdem ist Fallujah radioaktiv verseucht und die Frauen gebären Kinder, deren Aussehen ich nicht näher beschreiben werde.

5.000 Zivilisten wurden bei dem Angriff auf Fallujah im November 2004 getötet, 200.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht, am Ende waren 75 Prozent der Stadt zerstört.

Solche Typen werden in den USA Verteidigungsminister, ohne dass sich jemand aufregt.

Er hat doch einen Superjob gemacht, oder?

… wurde sein oberster Militär zum „General der Herzen“

Irgendwann ist James Mattis als Verteidigungsminister zurückgetreten, es störte ihn, dass Donald Trump die amerikanischen Truppen aus Syrien abziehen wollte, die ohne völkerrechtliche Grundlage dort stationiert sind.

Der psychopathische Jagdhund hatte vermutlich Mitleid mit seinen Marines, die doch so viel Spaß daran haben, verweichlichte Männer aus fremden Kulturen zu bestrafen.

Wie kann man ihnen diesen Bonbon wegnehmen? Das geht doch nicht!

Vor ein paar Tagen erschien ein Artikel in der Zeitschrift The Atlantic, in dem dieser Kriegsverbrecher in den höchsten Tönen gelobt wird: Er sei ein „angesehener General“, der Donald Trump beschuldigte, gegen die Verfassung zu verstoßen, weil er das Militär gegen die eigene Bevölkerung einsetzen wolle.

Ja, das ist wirklich schlimm von Donald Trump; das amerikanische Militär ist nämlich nur dazu da, „Opfer“ in fernen Ländern zu jagen und sie mit weißem Phosphor und abgereichertem Uran zu beschießen, was eine Riesengaudi und scheinbar verfassungskonform ist .

Wie bewerten deutsche Medien James „Mad Dog“ Mattis?

Hier ist ein erstaunlicher Artikel des stern vom Januar 2018.

Der Autor schafft es, Mattis´ Schandtaten aufzuzählen und ihn trotzdem in ein positives Licht zu rücken:

„Jim Mattis kämpfte in blutigen Schlachten, er heizte seine Soldaten mit mörderischen Sprüchen an und wurde „Irrer Hund“ genannt. Verdient. Doch während Trump hetzt und pöbelt, wurde sein oberster Militär zum „General der Herzen“. „

Wirklich herzig, dieses Meisterwerk der Verharmlosung.

Aber was soll das eigentlich?

Warum schießt der stern gegen den Präsidenten und verschont seinen damaligen Verteidigungsminister? Warum haut das Medium nicht auf beide ein, um den bösen Trump noch mehr zu schwächen?

Ich kann nur spekulieren, aber ich denke, deutsche Medien folgen ihren amerikanischen Vorbildern.

Und für die war Trump schon ein Unhold, bevor er das Präsidentenamt überhaupt erst antrat.

Mattis hingegen ist ein Held. Er hat es den Afghanen und Irakern so richtig gezeigt.

He grabbed these pussies by their pussies…


„DJV-News No. 666“

Gestern bekam ich vom Deutschen Journalistenverband folgende Nachricht:

„DJV-News No. 666 – und viele weitere Infos.“

Sofort suchte ich nach versteckten Botschaften, die auf die Offenbarung des Johannes Hinweisen könnten.

Tatsächlich bin ich fündig geworden (fett gedruckt).

Leute, langsam wird es ernst!

Hier das inhaltsverzeichnis:

USA: Gewalt gegen Journalisten

DJV- Umfrage: Freie brauchen Hilfe

Neues Hilfsprogramm für Selbständige Bundesliga- Appell

„Wir sind die Augen und Ohren der Fans!“

Rezo „zerstört“ die Presse – nicht

Christian Drosten hat wirklich Besseres zu tun

ZAW: Rückgang der Werbeumsätze von 10 bis 20 % im Jahr 2020 erwartet

DJV- Podcast: Journalismus in der Coronakrise

Neuer Referent für den Bereich Tarif-/ Sozialpolitik und Bildung

DJV- Masken sind noch zu haben

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Al Butchers Rendsburg, Teil 1

„Unter dem Nord-Ostsee-Kanal ist der Druck sehr groß“

Mein erstes Rendsburg-Video!

Es lautet:

„Frühsport am Morgen. Unter dem Nord-Ostsee-Kanal ist der Druck sehr groß (das ganze Wasser), deswegen kann es passieren, dass die kognitiven Fähigkeiten zusammengequetscht werden.“

Eine der längsten Rolltreppen der Welt gehört zu den Dschogging-Paradiesen von Rendsburg.

Referenzartikel „Al Butchers Rendsburg“

Abgefahren, unglaublich und richtig geil!

In diesem Themenkomplex verlinke ich Videos von meinem neu erstellten youtube-Kanal „Al Butcher“.

In kurzen, liebevoll gemachten Filmchen zeige ich euch meine Heimat, wie sie singt und lacht.

Rendsburg hat viele Superlative zu bieten, man muss sie nur benennen.

Abgefahren, unglaublich und richtig geil!