Referenzartikel „Black Operation ISIS“

Ein Krieg für die Ewigkeit

Der Themenkomplex „Black Operation ISIS“ ist nach einem Buch benannt, das schon lange angekündigt ist, aber noch ein paar Monate Reifezeit braucht und wohl erst in einem Jahr fertig ist.

Das Buch habe ich in den vergangenen fünf Jahren geschrieben und werde bis zur Perfektion daran feilen.

Es geht nicht anders. Ich habe so viel in die Recherchen, aber auch in die Konzeption des Textes gesteckt, dass er tatsächlich perfekt sein sollte, bevor er öffentlich wird.

Allerdings werde ich auf diesem Blog schon von den Inhalten erzählen.

Ich möchte die gedanklichen Prozesse nachzeichnen, die ich in fünf Jahren Recherche und Niederschrift durchlaufen habe.

Ich schildere also nicht nur den Stoff, sondern auch den Weg, wie ich zu bestimmten Erkenntnissen gelangt bin.

Ich mache es deshalb, weil die Erkenntnisprozesse mich selbst fasziniert haben und deren Niederschrift mir helfen wird, alles zu ordnen.

Diese Ordnung soll auch Lesern helfen, den Inhalt des Buches nachzuvollziehen, denn ich werde viel Information transportieren und es werden viele Namen auftauchen, was verwirren kann.

Was ist der Kern dieses Erkenntnisprozesses?

Bis zum Jahre 2014 sah ich die Sache so:

Westliche Politik im Nahen Osten hatte entscheidend zur Radikalisierung des politischen Diskurses wie auch der politischen Praxis in den Ländern der Region beigetragen.

Stichwort: Kolonialismus, Israel/Palästina, Öl.

Das ist, zumindest in Kreisen, in denen ich verkehr(t)e, die Standardversion und sie ist sicher nicht falsch.

Ein Ausfluss dieses Radikalisierungsprozesses, so mein früherer Standpunkt, ist der Islamismus, eine politische Bewegung, die den Islam quasi als „Waffe“ gegen den westlichen Imperialismus einsetzt und im Falle des Irans Erfolg damit hatte (das ist meine Interpretation, Muslime, Islamisten zumal, mögen das anders sehen).

Entscheidend ist: Diese Radikaliserung war vom Westen nicht gewollt, sie ergab sich aus seiner post-kolonialen Politik, die wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Menschen in der Region nahm.

Die Radikalisierung im Nahen Osten wurde bewusst gefördert

Entsprechend argumentierte ich in einem Buch, das im Jahre 2000 unter folgendem Titel erschien:

Der Himmel ist für Gott, der Staats für uns. Islamismus zwischen Gewalt und Demokratie.

In diesem Buch gehe ich der Frage nach, ob Islamisten – trotz ihrer gefährlichen Ideologie, die den göttlichen Willen für sich gepachtet hat – in der Lage sind, pragmatisch zu handeln und nicht nur aufs Jenseits bezogen (auf die ganzen Jungfrauen zum Beispiel, die dort angeblich warten..).

Im Prinzip stelle ich mir diese Frage immer noch, aber mit weniger Verve als früher.

Das hat mit den Erkenntnisprozessen seit 2014 zu tun, die mein Interesse in eine andere Richtung gelenkt haben.

Denn im Laufe meiner Recherchen wurde mir eine Sache klar, die mir vorher nicht bewusst war und die ich mir auch nicht wirklich hatte vorstellen können: dass nämlich bestimmte politische Kräfte aus dem Westen die Radikalisierung im Nahen Osten bewusst gefördert und damit auch maßgeblich herbeigeführt hatten.

Welche Kräfte ich meine, werde ich in diesem Themenkomplex erklären.

Ich rede hier nicht von offizieller Politik; die Aufstachelung nahöstlicher Gesellschaften ist ein zynisches Projekt, das weder in den USA noch in Europa bei den Bürgern ankäme.

Deswegen wurde und wird (das ist entscheidend!) dieses zynische Projekt durch geschickte Diplomatie und eine ausgefeilte Kommunikationsstrategie kaschiert.

Wie diese Mechanismen funktionieren, werde ich im Themenkomplex Magic Tricks of Control sowie Shaping the Narrative erklären.

Woher meine Erkenntnisse stammen und welche Ziele diese Aufstachelungspolitik verfolgte und verfolgt, werde ich in diesem Komplex (Black Operation ISIS) erzählen.

Er wird mit dem Komplex Alte Recherchen korrespondieren. Dort werde ich u.a. über mein erstes Islamismus-Buch schreiben.

Im Idealfall läuft es so, dass ich einen Text in dem einen Komplex veröffentliche und danach einen in dem zweiten Komplex und diese Texte werden sich aufeinander beziehen.

Das wird nicht immer gelingen, aber ich fände es spannend, die Denkprozesse, die der Entstehung beider Bücher zugrunde lagen, korrespondieren zu lassen.

…der Terror kann jederzeit auferstehen

Ferner wird der Themenkomplex Black Operation ISIS mit den Komplexen Timeline Bush sowie Timeline Syria korrespondieren.

Diese Timelines sind dichte Beschreibungen vor allem der Jahre 2001 (Bush) sowie 2011 (Syria).

Ich werde akribisch die Wochen und manchmal Tage dieser Jahre nachzeichnen, jeweils mit einem bestimmten Fokus.

Im erstem Fall geht es um die Präsidentschaft George W. Bushs.

Die Timeline beginnt im Januar 2001 und endet im Dezember 2001.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war alles bereitet für den Global War on Terror, der für die Ewigkeit konzipiert ist, auch wenn er gerade schlummert.

Doch das muss nicht so bleiben, der Terror kann jederzeit auferstehen.

Im zweiten Fall steht der so genannte „Arabische Frühling“ im Fokus und hier speziell Syrien.

Der erste Teil dieser Timeline beginnt im Januar 2011 und endet im Februar 2012, als endgültig feststand, dass Syrien in einen schlimmen Krieg stürzen würde.

Danach werde ich weitere Timelines verfassen, zu den Themen Giftgas und Aleppo.

Diese dichten Beschreibungen verfolgen ein bestimmtes Ziel: Sie rufen zum Ketzertum auf.

Zwar haben das erste Jahr der Bush-Präsidentschaft und die Revolution in Syrien nichts miteinander zu tun (jedenfalls nicht unmittelbar).

Was sie verbindet ist aber die Tatsache, dass sie von traumatischen Ereignissen geprägt sind, die sich in Mythen verwandelten.

Das bedeutet: Für viele Menschen ist das Jahr 2001 (Bush-Präsidentschaft) und das Jahr 2011 (Syrische Revolution) jenseits jeglicher Diskussion, beide genießen mythischen Status, den niemand hinterfragen sollte.

Moderne Mythen wie diese gleichen den Dogmen der Katholischen Kirche im Mittlelalter, wie etwa die Jungfrauengeburt. Wer sie anzweifelte, war ein Ketzer.

Heute haben wir dafür andere Begriffe.

Menschen, die an die „heiligen Ereignisse“ 2001 und 2011 glauben, bezeichnen alle, die sie hinterfragen als „Verschwörungstheoretiker“, welche digital verbannt oder wenigstens korrigiert werden müssen (am besten von Correctiv).

Der geheiligte „Mythos 2001“ ist sogar in einer Art Bibel festgehalten, die jeder konsultieren sollte, wenn er den akzeptierten Kanon nicht verletzen will.

Ein bekannter Autor, der den „Mythos 2001“ auf einen Tag eindampft, sagt uns, wie diese Bibel heißt:

„Wenn aber ein einzelner Tag solch eine Macht hat, dann will ich ihn verstehen. Und zwar nicht als Symbol oder als Mahnung, sondern in seiner konkreten, historischen Entstehung. Nicht als Tat, die ihre eigene Planungsgeschichte und ihre spezifischen Täter hat. Dafür gibt es den 9/11 Commission Report der US-Untersuchungskommission. Sondern als die Tat, die geschah – im Gegensatz zu den Taten, die nicht geschahen.“

Mithilfe der Timelines, die eine dichte Beschreibung der geheiligten Ereignisse 2001 und 2011 liefern und die wegen ihrer Dichte eine Evidenz entwickeln, die ganze Mythen sprengen können, will ich denselben auf die Pelle rücken.

20. April 2020

Update: 21. April 2020