Die Methode

Auf der rechten Leiste sind Themenkomplexe aufgeführt, die ich in diesem Blog in den kommenden Jahren untersuchen werde. Der Einfachheit halber nenne ich sie „Komplexe“. Die Liste kann sich im Laufe der Zeit ändern.

Die Komplexe sind unter drei verschiedenen Überschriften zu finden:

1) Allgemeines

2) Tiefenstrukturen der Macht

3) Hoffnung und Irrsinn.

Die ersten beiden sprechen für sich, deswegen will ich kurz etwas zu Überschrift drei sagen.

Wenn ich von Hoffnung rede, will ich damit sagen, dass ich davon ausgehe, dass „das Gute“ eine Chance hat – was auch immer das Gute sei und was dessen Chancenverwertung für uns bedeutet.

All die zynischen und teilweise menschenverachtenden Techniken der Macht, deren Analyse den Hauptteil des Blogs ausmacht, jagen mir persönlich keine Angst ein.

Wie diese Gewissheit der Hoffnung in das Gute entstand, beschreibe ich im Themenkomplexe Via mea, was so viel wie „mein Lebensweg“ bedeutet.

Der Irrsinn, das will ich nicht verleugen, kann auftreten, wenn man nach Gewissheit sucht und es noch nicht gelernt hat, scheinbare Gewissheiten streng genug zu hinterfragen und als Ungewissheiten zu akzeptieren.

Auch davon werde ich erzählen.

Tollkühnheit in jungen Jahren kann eine Sackgasse sein.

Zurück zur Methode.

Für jeden Komplex verfasse ich einen grundlegenden Beitrag, der umreißt, worum es geht. Er dient als ständige Referenz und wird unter allen Artikeln, die zu diesem Komplex erscheinen, verlinkt. Die grundlegenden Beiträge (oder Referenzartikel) werde ich bearbeiten, sofern sich für mich wichtige neue Erkenntnisse ergeben.

Als Einstieg in den Blog schreibe ich die grundlegenden Beiträge. Wenn die Webseite online geht (13. April 2020), sind die Themen also schon da, aber noch keine Referenzartikel. Um das Gerippe mit Fleisch zu füllen, wird es etwas dauern.

„Ich möchte den Einstieg für Skeptiker erleichtern „

Fast sämtliche Themenkomplexe sind in Englisch gehalten, das macht man heute so. Außerdem sind die Tiefenstrukturen der Macht, die ich analysiere, angelsächsisch geprägt. Geschrieben wird aber auf deutsch, der Sprache der Dichter und tiefen Denker.

Manche Titel der Komplexe gehen auf Publikationen gleichen Namens zurück, wie zum Beispiel Political Ponerology, eine faszinierende Studie des polnischen Psychologen Andrew M. Lobascewski über Soziopathie und Macht. Es geht in diesem Komplex aber nicht nur um selbiges Buch, sondern um Soziopathie an sich. Der Titel steht also pars pro totum.

Ähnlich ist es mit dem Komplex Shaping the Environment. So lautet der Titel eines Strategiepapiers für das Pentagon aus dem Jahre 1990, das nachhaltige Wirkung hatte; abgesehen davon geht es aber um militärische Strategie an sich, nicht nur um dieses eine Papier. All das wird in den jeweiligen Referenzartikeln erläutert.

Anfangs werde ich vor allem wissenschaftliche Literatur, Werke von Insidern sowie offizielle Strategiepapiere verwenden, außerdem Beiträge aus akzeptierten Medien.

Ich möchte damit den Einstieg für Skeptiker erleichtern und zeigen, dass Tiefenstrukturen der Macht keinesfalls nur über Außenseiterliteratur erfassbar sind.

Später werde ich alternative sowie nicht-akzeptierte Medien hinzufügen, diese aber sorgfältig einführen, um den Lesern die Einordnung zu erleichtern.

Für neue Begrifflichkeiten wie „akzeptierte“ und „nicht-akzeptierte Medien“ gibt es in der Themenliste den Eintrag Definitionen, wo sie erklärt werden.

Was ich mit akzeptierten Medien meine, möchte ich aber schon hier kurz erläutern, weil der Begriff in weiteren Menüpunkten (so nenne ich die einleitenden Texte am Kopf der Seite) vorkommt.

Mit akzeptierten Medien meine ich alle Medien, die ich zitieren kann, ohne mich dafür erklären zu müssen, wenn ich für ein durchschnittliches Publikum schreibe. In der breiten Mitte der Gesellschaft – wenn ich sie so nennen darf – gehören dazu Printmedien von taz bis WELT und Freitag bis Focus sowie alle öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender.

… von links die junge Welt und von rechts die Junge Freiheit

Diese Medien sind grundsätzlich akzeptiert, selbst wenn man mit ihrer politischen Ausrichtung nicht übereinstimmen mag.

Vielleicht wird deutlicher, was ich meine, wenn ich die nicht-akzeptierten Medien dagegenstelle:

Damit meine ich zum Beispiel von links die junge Welt und von rechts die Junge Freiheit. Würde ich diese Medien zitieren, ohne mich zu erklären („..die Zeitung ist rechts, aber dieser Artikel ist vernünftig..“), käme mit Sicherheit die Frage nach deren Legitimität.

Die Diskussion ginge dann nicht mehr um den vom Medium transportierten Inhalt, wie es bei Texten aus akzeptierten Medien der Fall ist, sondern um das Medium an sich.

Kommen wir zum Schluss.

Unter Aktuelles werde ich über Dinge schreiben, die nicht immer mit dem Hauptthema zu tun haben, mitunter können sie sogar unterhaltsam sein (zum Beispiel schweinische Gedichte oder skurrile Anekdoten, die mir gerade einfallen..).

Ich mache das, um meinen eigenen und den Gefühlshaushalt meiner Leser in Balance zu halten.

Die Themen, um die es in diesem Blog geht, sind vielfach sehr düster und könnten Depressionen auslösen, was ich natürlich nicht will.

Die sieben Folterzwerge.

Ein Wort noch zur Sprache: Sie ist nicht gegendert und ich bitte das ohne Groll zu akzeptieren. Es hat praktische Gründe: Ich persönlich lese gegenderte Texte nicht gerne, weil ich sie sperrig finde und sie den Lesefluss stören.

Ungeachtet dessen nehme ich den Gedanken, der hinter gegenderter Sprache steht, ernst.

Als Beweis meines guten Willens werde ich versuchen, weiblichen Autoren, die in meinen Themenbereichen publizieren, verhältnismäßig mehr Raum zu geben als männlichen, sofern es inhaltlich Sinn macht.