Pause wegen einer zweideutigen Mordankündigung

„I hope you will not be killed in Praga“

So, ich habe nachgedacht.

Ich werde den Blog bis zum 31. Januar 2022 ruhen lassen und dann wenigstens noch einen langen Beitrag schreiben. Was danach passiert, steht in den Sternen.

Welcher Beitrag das sein wird, sage ich gleich.

Und was es mit der zweideutigen Mordankündigung auf sich hat, erzähle ich euch natürlich auch, erlebt man ja nicht alle Tage…

Zunächst aber eine kleine Geschichte aus der Welt des Filmes. Sicher kennt Ihr den Film Ben Hur mit Charlton Heston, ein echter Schinken aus den späten 50er Jahren.

Es gibt dort eine Szene, die meine Lieblingsszene ist: Ben Hur ist Ruderer auf einer Sklavengaleere und eines Tages kommt ein römischer Centurio (oder so ähnlich..) vorbei, um die Lage zu inspizieren.

Er geht die Reihen ab.



Er spürt die selbstbewusste und latent aggressive Ausstrahlung von Ben Hur, der seinen Blick nicht senkt, als der Centurio vorbeigeht.

Als der Römer im Rücken des Ruderers ist, verpasst er ihm einen Peitschenlag.

Voller Zorn dreht sich Ben Hur um starrt seinen Peiniger an: Er kann nichts machen, sein Leben ist in der Hand seines Feindes, und trotzdem hält er sein Kreuz gerade.

Der Centurio sagt:

„You have the spirit to fight back but a good sense to control it.“

Beeindruckt davon, lässt der Centurio aus Gründen, an die ich mich nicht wirklich erinnere, Ben Hur später die Eisenketten abnehmen.

Als das Schiff gerammt wird und zu sinken beginnt, haut der Sklave alle Römer kaputt und befreit seine Leidensgenossen

Na gut, so ist das eben im Film, tolle Wurst!

Aber wie ist es im richtigen Leben?

Keine Ahnung, dafür war meins bislang zu kurz, es muss noch ein bisschen was passieren, um diese Frage abschließend beantworten zu können.

***

Jetzt der lange Beitrag, den ich am 31. Januar hier reinstellen werde, er heißt:

  • Mein Feature und seine Quellen – Israel ohne Welpenschutz

Ich habe diesen Titel bewusst gewählt, weil er missgedeutet werden kann und Erwartungen weckt, die ich nicht erfüllen werde.

In diesem Beitrag werde ich nicht dafür plädieren, Israel keinen Schutz mehr zu geben und so zu tun, als sei es nicht wirklich bedroht.


Kurz vor meiner spontanen Reise nach Frankreich und Italien, mitten hinein ins Corona-Gebiet..

Vielmehr geht es in dem Artikel erneut um mich – so wie in dem Feature -, aber es geht auch um meine Mutter.

Sie wurde 1925 geboren und ist 2015 gestorben.

Reichsarbeitsdienstlager Fischerbabke (bei Stutthof).

Die psychotischen Zustände, die ich in dem Feature beschreibe, hängen damit zusammen, allerdings nicht nur.

Es gibt eine Chronologie, die mit einem Besuch auf einer Anti-Terrorkonferenz in Herzliya (Israel) im September 2008 begann und mit meinem ersten Schub im Januar 2009 endete.


„The Last Lunch“ (Federstrichzeichnung, Frühwerke A. Metzger).

Der zweite Schub kam im Juli 2010.

Schauen wir mal, wie das alles zusammengehört und wie sich das mit dem Titel vereinbaren lässt: „Israel ohne Welpenschutz.“

***

Kommen wir zu der zweideutigen Mordankündigung.

Vor einem Jahr, als ich infolge der Absetzung meines Features eine üble Kampagne gegen den NDR startete, kontaktierte mich ein ziemlich unangenehmer Typ.


Die Mischung aus Wahrheit und Phantasie ist eine der wichtigsten Ingredienzen von Desinformation und psychologischer Kriegsführung.

Er sagte, er sei Medienberater und wolle mir helfen, mein Feature – über dessen Absetzung nur dieser Kanal berichtete – zur Ursendung zu bringen. Der Heini aus dem Kanal sagt viel Falsches…


In den Kommentaren steht bei Inhaltsverzeichnis: „18:57 Verfassungsschützer sagt, ISIS und Al-Kaida wurden von den USA gegründet.“ Das ist eine bewusste Falschmeldung. Der hier abgebildete Verfassungsschützer sagt das nicht.

In den Kommentaren steht bei Inhaltsverzeichnis: „25:15 Verfassungsschützer erklärt, warum die Terroristen, wie Amri, immer ihre Pässe am Tatort zurücklassen.“ Das ist eine bewusste Falschmeldung. Der hier abgebildete Verfassungsschützer sagt das nicht.

….aber wohl auch Wahres:

Ruf doch mal an und frag nach, deine Kontakte sind leidlich, oder?

Dem Medienberater gelang es leider nicht, mein Feature zur Ursendung zu bringen, aber er gab mir Ratschläge, die sensationell waren.

Er sagte, ich solle die Washington Post kontaktieren, die hätte bestimmt Interesse an meiner Sendung…

Ich traf mich mehrfach mit ihm, nebenbei erwähnte er, dass ich wohl nicht mehr unter den Lebenden weilen würde, wenn ich echte Beweise für eine Verstrickung westlicher Geheimdienste in Terroranschläge wie den am Breitscheidplatz (19.12.2016) zusammengetragen hätte.

Da konnte ich nur zustimmen.

Wie im Vorübergehn fragte er mich, ob ich mir vorstellen könnte, für den BND zu arbeiten.


Würde der BND so einen psychotischen Kackvogel anheuern? Ich frag mal bei der Washington Post nach…

Das letzte mal sah ich ihn in personam im Juli 2021.

Nachdem ich meinen Blog wieder gestartet hatte, schrieb er mir eine weinerliche Nachricht, sein „einziger Freund in Europa“ sei gestorben (hoffentlich hat er noch einen in Afrika..), ferner lamentierte er, dass er mir nun nicht mehr helfen könne, nachdem ich schon wieder mit dem NDR-Gedöns angefangen hätte.

Ich schrieb ihm eine Nachricht und fragte ihn, wie er denn das Konzept meines Blogs finde.

Der Idiot hat auch noch geantwortet, und zwar zu ausführlich, würde ich sagen…

Krieg, sagte er, sei ein sehr wichtiges Thema, aber ich hätte keine Ahnung davon, genau so wenig wie von der Liebe.

Ich sei nämlich eine „desintegrierte Persönlichkeit“.

Er sagte, er sei psychotherapeutisch geschult und sein Bild von mir sei „gleich“ bruchstückhaft gewesen, was eine geniale Erkenntnis ist – wie hätte es am Anfang anders sein sollen?

Was er damit andeuten wollte ist: Ich gäbe das Bild einer „gebrochenen Persönlichkeit“ ab.

Deswegen wäre er so gerne mein „Engel“ geworden, der mich vor Ungemach schützt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rhetorik und die bewussten Uneindeutigkeiten in dieser Nachricht dergestalt gestaltet sind, dass sie zersetzend wirken sollen.

Zum Krieg schrieb er ferner noch das hier:

Und daraus folge das hier:

So, jetzt wisst ihr den Grund, warum ich eine Pause bis zum 31. Januar 2022 einlege und mir nach Veröffentlichung des „Welpenschutz“-Artikels genau überlege, wie es weitergehen soll.

***

Als ich gestern vertieft war in meine Gedanken, rief mich meine geliebte Geliebte aus Roma an. Im Januar 2022 treffe ich sie in Prag.

Ihr Vater war kurz nach Ende des GLADIO-Terrors Scheff der italienischen Carabieneri. Ich denke, ihr wird das, was mir gerade passiert, nicht vollkommen fremd sein.

Außerdem hat sie einen Humor, der vielleicht speziell für Italien ist?

Jedenfalls – als ich ihr von meiner Lage erzählte, sagte sie:

„I hope you will not be killed in Praga.“

Oh Mann, ich hab am Boden gelegen…

„Did you miss me baby

Here I am…“

I´m Alive (The Hives)

In diesem Sinne wünsche euch eine schöne Advents- und Weihnachtszeit.

Wir sehen uns im nächsten Jahr.